Bericht
Straßensanierungsmaßnahme in Oberdielbach geht weiter
Gemeinderatssitzung vom 23.02.2026
WALDBRUNN. Am Montag, den 23. Februar 2026, tagte der Gemeinderat der Gemeinde Waldbrunn im Rathaus Strümpfelbrunn. Im öffentlichen Teil der Sitzung standen mehrere zentrale Themen auf der Tagesordnung – von der Fortführung der Straßensanierung in Oberdielbach über Windenergie-Themen bis hin zu Vergaben und einem Bauantrag.
Nach der Bürgerfragestunde befasste sich der Gemeinderat ausführlich mit dem nächsten Schritt der Sanierung der Ortsdurchfahrt Oberdielbach (Hauptstraße/L 524). Nachdem die Bauabschnitte 1 und 2 bereits abgeschlossen werden konnten, wurde nun der Bauabschnitt 3 vorgestellt, der in BA 3.1 und BA 3.2 aufgeteilt wird. In der Sitzung erläuterte Marco Rieß vom Ingenieurbüro Sack & Partner, Adelsheim, den geplanten BA 3.1 sowie die vorgesehene Umleitungsführung. Da die Tiefbauarbeiten nur unter Vollsperrung möglich sind, ist eine großräumige Umleitung – insbesondere für den Schwerlastverkehr – vorgesehen. Der Gemeinderat fasste anschließend einstimmig den Baubeschluss, die Tiefbauarbeiten für BA 3.1 auszuschreiben und auszuführen. Bei Gesamtkosten von 1,45 Mio. Euro für den BA 3.1, mit Erneuerung der Wasserleitung, Kompletttausch und Aufdimensionierung der Abwasserleitung sowie eines Kanals für die Oberflächenentwässerung liegt ein Förderbescheid in Höhe von 975.000,00 Euro vor. Der neu zu verlegende Oberflächenwasserkanal soll künftig in den Holderbach einleiten. Die Vergabe der Tiefbauleistungen ist für die öffentliche Sitzung am 23. April 2026 vorgesehen, der Baubeginn ist für Mitte/Ende Mai 2026 geplant. Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinderat den Abschluss der Honorarvereinbarungen für die erforderlichen Ingenieurleistungen der Bauabschnitte BA 3.1 und BA 3.2 mit dem Ingenieurbüro Sack & Partner.
Anschließend beriet der Gemeinderat erneut über den Antrag der MVV Windenergie GmbH auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen im Markgrafenwald. Gegenstand des Verfahrens sind Anlagen vom Typ Vestas V162, mit 6.000 kW Nennleistung, 169 m Nabenhöhe, 162 m Rotordurchmesser und einer Gesamthöhe von 250 m. Bereits 2023 hatte sich der Gemeinderat mit dem Vorhaben befasst. Damals wurde das Einvernehmen nicht erteilt, jedoch grundsätzlich in Aussicht gestellt – verbunden mit Klärungsbedarfen u. a. bei Lärm-, Brand- und Denkmalschutz, Tourismus/Naherholung, Erschließung, Bundeswehr sowie der Nähe zum Segelflugplatz Mülben. Zwischenzeitlich wurden diese Aspekte vom Landratsamt geprüft; nach dessen Bewertung stehen die genannten Belange einer Genehmigung nicht entgegen. Mit Blick auf den Segelflugplatz wurde zudem die WEA 7 zurückgezogen und WEA 6 soll verlegt werden, sodass zunächst eine Genehmigung für WEA 1 bis 5 vorgesehen ist. Nach Beratung beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, das gemeindliche Einvernehmen gemäß § 36 BauGB zu erteilen.
Im dritten Tagesordnungspunkt ging es um die zweite Anhörung und Offenlage zur Fortschreibung des Teilregionalplans Windenergie im Einheitlichen Regionalplan Rhein-Neckar. Die Verbandsversammlung des Verbandes Region Rhein-Neckar hatte dies am 12. Dezember 2025 beschlossen. Gegenüber der ersten Offenlage wurde das Plangebiet im Markgrafenwald ausgeweitet; das Vorranggebiet erhöht sich von ca. 70,4 ha auf 97,3 ha und grenzt nun an die Gemeinde Limbach an. Der Gemeinderat nahm die Änderungen zur Kenntnis und verzichtete auf eine weitergehende Stellungnahme.
Als weiterer Punkt beschloss der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Maler- und Lackierarbeiten im Innenbereich der neuen Feuerwehrfahrzeughalle sowie im Bürgerhaus Weisbach. Nach Angebotsprüfung erhielt die Firma Jens Bauer, Eberbach, als wirtschaftlichste Bieterin den Zuschlag.
Ebenfalls einstimmig erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zu einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und Garage im Neubaugebiet Brühlstraße (Ortsteil Schollbrunn). Zum Abschluss des öffentlichen Teils dankte Bürgermeister Markus Haas den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern für das Interesse sowie die engagierte Beteiligung in der Bürgerfragestunde.
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